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Der kleine Igel am Wegesrand

Der Igel Iggi am Wegesrand

Kapitel 1


Es war einmal ein kleiner Igel, der an einem Weg lebte.


Nicht mitten im Wald. Nicht auf einer großen Wiese. Sondern genau dort, wo ein schmaler Weg zwischen Bäumen, Wiesen und bunten Blumen hindurchführte.


Jeden Morgen setzte er sich auf seinen alten Baumstumpf und beobachtete, was um ihn herum geschah.


Der kleine Igel hieß Iggi.


Er mochte diesen Ort.


Wenn die ersten Sonnenstrahlen durch die Blätter fielen, erwachte der Weg langsam zum Leben.


Als Erstes hörte Iggi oft das leise Summen eines Fahrrads.


Kurz darauf kamen Menschen mit Walkingstöcken vorbei. Wenig später wanderte jemand mit einem Rucksack den Weg entlang. Manchmal fuhr ein Kind fröhlich mit seinem Roller vorbei. Später begegnete Iggi Läufern, Spaziergängern oder Menschen im Rollstuhl, die ihren ganz eigenen Weg gingen.


Jeder bewegte sich anders.


Jeder hatte sein eigenes Tempo.


Jeder schien ein anderes Ziel zu haben.


Doch eines fiel Iggi jeden Tag aufs Neue auf.


Egal ob jung oder alt.


Egal ob langsam oder schnell.


Egal ob zu Fuß, auf Rädern oder mit Stöcken.


Alle waren unterwegs.


Iggi fragte sich oft, wohin sie wohl gingen.


Warum kamen manche fast jeden Tag vorbei?


Warum lächelten einige glücklich, obwohl sie völlig außer Atem waren?


Warum machten sie manchmal eine Pause, um dann trotzdem weiterzugehen?


Je länger Iggi auf seinem Baumstumpf saß, desto mehr wuchs seine Neugier.


Eines Abends, als die Sonne langsam hinter den Hügeln verschwand und der Weg wieder ganz ruhig wurde, blickte Iggi noch einmal auf die vielen kleinen Spuren des Tages zurück.


Er lächelte.


Dann stellte er sich eine Frage, die ihn von diesem Tag an nicht mehr losließ.


Warum machen sie das eigentlich?


Fortsetzung folgt …

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